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Zulassung von ICE-Zügen für längsten Eisenbahntunnel der Welt beantragt
Deutsche Bahn plant ICE-Zugverbindungen durch den Kanaltunnel vom Festland bis nach London

Modell des Triebkopfes eines ICE3 sowie eines japanischen Hochgeschwindigkeitszuges im Maßstab 1:450 von KK-Eishindo
Die Deutsche Bahn hat die grundsätzliche Zulassung ihrer ICE-Züge für den Kanaltunnel bei der zuständigen Behörde Intergovernmental Commission (IGC) beantragt. Für das Submission genannte Verfahren hat im Auftrag der DB ein unabhängiges schweizerisches Ingenieurbüro eine umfangreiche Sicherheitsstudie erstellt. Das Büro hat bereits die Sicherheit im längsten Eisenbahntunnel der Welt, dem 57 Kilometer langen Gotthardtunnel in der Schweiz, bewertet. Das Gutachten zum ICE belegt die sicherheitskonformen Eigenschaften der 200 Meter langen Züge sowohl in Einzel- als auch in Doppeltraktion. Zudem wurden von einem zweiten Gutachter aufwändige Evakuierungssimulationen durchgeführt, die ebenfalls die sicherheitskonformen Eigenschaften des ICE attestieren. Auch einen ersten Evakuierungstest im Kanaltunnel mit zwei zusammengekoppelten Zügen hat der ICE im Oktober 2010 bereits erfolgreich absolviert.
„Wir haben alle Nachweise erbracht, die zur grundsätzlichen Zulassung unserer ICE-Züge im Kanaltunnel notwendig sind. Damit sind wir unserem Ziel, alle Voraussetzungen für eine direkte ICE-Verbindung zwischen London und Städten wie Köln, Frankfurt oder Amsterdam zu erfüllen, einen großen Schritt nähergekommen“, sagt Ulrich Homburg, DB-Vorstand Personenverkehr.
Bereits Mitte Juni hatte die Intergovernmental Commission Züge mit verteilter Antriebstechnik, wie sie der ICE verwendet, für den Kanaltunnel zugelassen. Dem war eine entsprechende Empfehlung der European Railway Agency (ERA) vorausgegangen. Aufgrund der nun abgeschlossenen umfangreichen Vorarbeiten ist die DB optimistisch, noch im Sommer 2011 die grundsätzliche Freigabe für ihre ICE-Züge durch die IGC zu erhalten. Bis zur Betriebsaufnahme stehen weitere Zulassungsschritte an. So wird die Deutsche Bahn in Kürze das sogenannte Sicherheitszertifikat für die ICE im Kanaltunnel beantragen. Im weiteren Verfahren finden dann umfangreiche Test- und Zulassungsfahrten mit den für die London-Verkehre vorgesehenen Zügen statt.
Tipp für Modelleisenbahner: Viele Modellbahn-Hersteller bieten Modelle von ICE-Zügen an, darunter für die Spur H0 Märklin und PIKO. Für die Spur TT hat Tillig einen ICE3 im Angebot. Wer wenig Platz hat und es superklein mag, der kann auf die exotische Spur T (3 mm) ausweichen, hier hat KK-Eishindo einen ICE3 im Maßstab von 1:450 im Angebot. Weitere Infos hierzu erhalten Sie im "Modellbahntechnik aktuell Spezial", der Direktlink öffnet das PDF-Dokument.




