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Anlagenbau, Modellbau, Werkstatttipps
Heißkleber beim Modellbau
Heißkleber verbindet viele unterschiedliche Materialien und erzeugt sofort belastbare Verbindungen

Heißklebepistolen zum Basteln und den Modellbau werden oft in preiswerten, betriebsfertigen Sets angeboten (Foto: Henkel)
Bei Modellbauern, Modellbahnern und nahezu allen anderen Hobbybastlern ist das Heißkleben, auch als „Schmelzkleben“ oder "Heissleim" bezeichnet, innerhalb weniger Jahre zu einer der beliebtesten Methoden des Klebens geworden. Die Vorteile des Heißklebens, ursprünglich ein industrielles Klebeverfahren, sind insbesondere die kurze Abbindezeit und das breite Anwendungsspektrum. Ob Sie zwei Werkteile verbinden möchten, Fugen abdichten oder Spalten überbrücken möchten, mit Heißkleber haben Sie eine schnelle Methode zur Hand. Für das Heißkleben wird eine Heißklebepistole benötigt, die den Kleber der Klebepatrone verflüssigt und erhitzt. Innerhalb weniger Minuten kühlt die Klebemasse ab und erzeugt eine feste und belastbare Verbindung. Speziell für Modellbauer sind diese Heißklebe-Tipps nützlich:
- Die Werkstücke, die zusammengefügt werden sollen, müssen eine kurzfristige Berührungstemperatur von 180 bis 200 Grad Celsius aushalten, ohne sich zu verformen. Für den Kunststoff-Modellbau ist Heißkleben daher insbesondere im sichtbaren Bereich nur bedingt zu gebrauchen.
- Die Klebeflächen müssen für den Einsatz von Heißkleber fettfrei und sauber sein. Extrem glatte Flächen sollten Sie vorab mit Schmirgelpapier oder einer Schlichtfeile etwas aufrauen.
- Heißkleber wird einseitig aufgetragen, danach pressen Sie die Werkteile sofort für einige Minuten zusammen. Bei größeren Verklebungen ist das schwierig, weil der Heißkleber am Beginn einer längeren Klebenaht schon abkühlt, während man noch mit dem Auftrag beschäftig ist. Lösung: Wenn Sie größere Flächen verkleben möchten, tragen Sie den Kleber punktförmig auf.
- Im Modellbau kann Heißkleber auch zum Verschließen kleinerer Löcher oder ähnlicher Beschädigungen eingesetzt werden, da er begrenzt modellierbar ist. Hierzu eignet sich beispielsweise ein angefeuchteter Spatel, da Feuchtigkeit bzw. Wasser eine Verbindung mit der Heißklebermasse verhindert und gleichzeitig kühlend wirkt. Von besonders wagemutigen Heißkleber-Anwendern wird sogar berichtet, dass sie den Kleber einfach mit einem angefeuchteten Finger glätten.
- Die erstarrte Heißkleber-Masse ist elektrisch isolierend. Es ist daher in manchen Situationen durchaus eine gute Lösung, metallische Bauteile, die keinen elektrischen Kontakt haben sollen, mit dem Heißkleber gleichzeitig zu verkleben und zu isolieren. Das bietet sich beispielsweise beim Fixieren von LEDs oft an.




